Welche Matratze ist die richtige für mich?

59% Seitenschläfer, 18% Rückenschläfer, 13% Bauchschläfer. Jeder braucht sein individuelles Schlafsystem
Info zu unterschiedlichen Schlaftypen und Schlafsystemen

Wer möchte nicht jeden Morgen frisch und ausgeschlafen in den Tag starten? Dafür sorgt eine gute orthopädische Matratze, die Ihre Wirbelsäule entlastet und sich individuell an Ihre Schlafgewohnheiten anpasst. Halten Sie sich an unsere Tipps für die richtige Matratze und Ihr Traum vom guten Schlaf wird wahr. Welche Matratze bei Rückenschmerzen? Welches Kissen bei Nackenschmerzen? Welcher Härtegrad ist der passende? Mit diesem Ratgeber können wir Ihnen eine gute Hilfestellung für die Wahl der besten Matratze und dem richtigen Schlafsystem geben!

Aktualisiert am 16.04.2019

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Der Einfluss auf die Wirbelsäule ist von drei Variablen abhängig. Dazu gehören die ergonomische Matratze, das richtige Kissen und der Lattenrost. Mit diesen Komponenten spricht man von einem Schlafsystem. Es hängt vom optimalen Zusammenspiel dieser Komponenten ab, ob Ihr Körper ausreichend Erholung während des Schlafes finden kann. Das heißt beispielsweise, das beste ergonomische Kissen muss nicht unbedingt mit der, von Ihnen gewählten, orthopädischen Matratze zusammenpassen. Auch der Lattenrost kann einzelne Zonen der Matratze verstärken oder abschwächen. Betrachten Sie alle Variablen ganzheitlich und Ihrem guten Schlaf steht nichts mehr im Wege.   

Wegweiser zur passenden Matratze


Individuelle Schlafposition: Seitenschläfer, Bauchschläfer oder Rückenschläfer?

Wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, das gilt besonders für den eigenen Schlaf. Auch wenn wir uns jede Nacht in die unterschiedlichsten Lagen drehen, bevorzugt jeder Mensch eine bestimmte Schlafposition. Für die Entscheidung zur richtigen Matratze müssen Sie wissen, zu welchem Schlaftyp Sie zählen. Man unterscheidet Seitenschläfer, Bauchschläfer und Rückenschläfer.

Aufbau und Zusammensetzung einer Matratze ist für jeden dieser Schlaftypen unterschiedlich. Das heißt, ein Seitenschläfer wird auf einer Matratze für Rückenschläfer nicht annähernd so gut schlafen, wie auf jener Matratze, die genau zu ihm passt. Bestimmte Zonen der orthopädischen Matratze sollten je nach Bedarf weicher oder härter ausfallen, um dem richtigen Schlaftyp gerecht zu werden. Ziel ist die Entlastung Ihrer Wirbelsäule in der bevorzugten Schlafposition. Trotzdem muss Ihre Matratze auch alle anderen Schlafpositionen erlauben.

Sie sind nicht sicher, zu welchem Schlaftyp Sie gehören? Überlegen Sie, in welcher Position Sie am liebsten einschlafen. Das ist Ihr wichtigster Anhaltspunkt. Befragen Sie gegebenenfalls Ihre Partnerin oder Ihren Partner zu Ihren Schlafgewohnheiten und beobachten Sie, in welcher Position Sie häufig aufwachen.


Beste Matratze: Tipps für Seitenschläfer

Achten Sie auf ausreichend Entlastung in der Schulterzone sowie in der Beckenzone! Der erste Schritt zum guten Schlaf ist die richtige Lage der Wirbelsäule. Die für Sie beste Matratze gibt an den richtigen Stellen ausreichend nach und unterstützt Ihren Körper dort, wo Festigkeit erwünscht ist. 

Sie sind ein Seitenschläfer, wenn Sie diese Position gerne einnehmen und häufig in seitlicher Lage einschlafen. Automatisch wechselt der Körper seine Liegeposition während des Schlafens mehr oder weniger oft. Wie unruhig Sie im Schlaf sind, ist von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von Ihrer Ernährung, Ihrer aktuellen Gesundheit, der Raumatmosphäre – vor allem aber von der Qualität Ihrer Matratze. Eine gute Matratze, die genau Ihrem Schlaftyp entspricht, passt sich Ihrem Rücken besser an und verlängert die Verweildauer in der jeweiligen Position. Die Folge ist ein ruhigerer und tieferer Schlaf.

Zone 1. Füße und Unterschenkel, Zone 2. Hüfte und Oberschenkel, Zone 3. Taille, Zone 4. Brustkorb, Zone 5. Schulter, Zone 6. Kopf
Zonenaufbau für Seitenschläfer

Links im Bild ist das Fußteil der Matratze und rechts das Kopfteil. Sie sehen einen typischen Zonenaufbau einer Matratze für Seitenschläfer in mittlerer Härte. Jede Zone hat einen eigenen Härtegrad. Lila ist eher hart, grau weich und hellgrau ist noch weicher.

Achten Sie als Seitenschläfer auf eine besonders weiche NackenSchulter-Zone! Ist die Schulter während des Schlafes nicht weit genug abgesenkt, kommt es zu einer Krümmung der Wirbelsäule nach oben. Die Folge können Rückenschmerzen, Nackenschmerzen oder Beschwerden in der Brustwirbelsäule sein. Häufig schläft die belastete Schulter oder sogar der gesamte Arm während der Nacht ein.

Bei einer gut abgesenkten Schulter sollte auch das Kissen angepasst werden. Meist muss das Kissen um einige Zentimeter niedriger sein als bei einer Matratze ohne Schulterzone. Vor allem die Bandscheiben der Wirbelsäule leiden darunter, sollte Ihr Kissen um nur wenige Zentimeter zu hoch oder zu niedrig sein. Schmerzen im Nacken sind die Folge. Verwenden Sie daher ein Kissen, welches einfach in der Höhe anpassbar ist. Wir können hier keinen Richtwert der Kissenhöhe angeben, da diese immer von der Einsinktiefe der Schulter und des individuellen Schulterumfangs zu beurteilen ist.

Optisch kann die Lage der Wirbelsäule, bzw. des Rückens, jedoch gut bewertet werden. Mit dem bloßen Auge ist bei einem für Sie ungeeignetem Kissen ein Knick in der Halswirbelsäule erkennbar. Die Folge davon sind Rückenschmerzen. Bitten Sie gegebenenfalls jemanden um Hilfe, um die Lage Ihrer Wirbelsäule besser analysieren zu können.

Ohne Schulterzone steigt die Wirbelsäule nach oben. Mit Schulterzone bleibt die Wirbelsäule in der Seitenlage gerade.
Rückenschmerzen entstehen bei einer zu harten Schulterzone. Es kann zu verspannungen im Nacken oder in der Brustwirbelsäule kommen.

Ziel einer orthopädischen Matratze für Seitenschläfer ist es, eine möglichst gerade Wirbelsäule zu schaffen. Unsere Bandscheiben sollen während der Nacht so gut wie möglich regenerieren können. Im Bauchbereich brauchen Sie deshalb mehr Unterstützung. Das ist unabhängig vom Bauchumfang. Meist bieten durchgelegene Matratzen das Gegenteil von Unterstützung. Die Wirbelsäule biegt sich in diesem Fall zu einer U-Form. Die Folgen davon sind oft schlechter Schlaf und Schmerzen. Spürbar sind diese Rückenschmerzen meist am Morgen.

Eine leichte Absenkung des Beckens rundet die Matratze für Seitenschläfer ab. Jedoch ist zu beachten, dass ein geringer Hüftumfang, welcher häufig bei Männern vorkommt, besser etwas härter gebettet wird, um bestmöglich entspannen zu können. Wie weit das Becken einsinken soll, ist abhängig von Taille und Schulterumfang des Schlafenden.

Sollten Sie neben der Seitenlage auch gerne am Rücken schlafen, ist ein etwas härteres Becken vorteilhaft. Im Rückenschlaf fällt die Hüfte bei einer weichen Beckenzone weiter in die Matratze. Es kommt zum Hohlkreuz und Schmerzen in der Lendenwirbelsäule können die Folge sein.   


Beste Matratze: Tipps für Bauchschläfer

Für einen erholsamen Schlaf als Bauchschläfer achten Sie auf Kopf, Brustkorb und Becken. Die Entlastung der Wirbelsäule in der Bauchlage bringt mehr Erholung während des Schlafens und sorgt für mehr Energie am Morgen. Die beste Matratze für Bauchschläfer entlastet an den gewünschten Stellen und entspannt den unteren Rücken ausreichend. 

Liegen Sie gerne am Bauch und schlafen Sie häufig in dieser Position ein? Dann sind Sie Bauchschläfer. Ähnlich wie bei anderen Schlafpositionen drehen Sie sich mehr oder weniger oft auch in die Seiten- und Rückenlage. Der Körper macht das automatisch, um einseitigen Belastungen auf einer bestimmten Körperstelle entgegenzuwirken. Häufig löst die Lage der Wirbelsäule das Drehen in eine alternative Position aus. Je häufiger Sie Ihre Schlafposition wechseln, desto schneller oder stärker werden bestimmte Stellen Ihres Körpers belastet. In vielen Fällen ist das ein Hinweis auf eine schlechte Matratze, die nicht zu Ihrem Schlaftyp passt oder die empfohlene Nutzungsdauer bereits überschritten hat.

Verwenden Sie jedoch eine Matratze die speziell auf Bauchschläfer abgestimmt ist und außerdem Ihre persönlichen Körpereigenschaften berücksichtigt, so wird auch Ihr Schlaf ruhiger und tiefer. Mit einer guten Matratze tanken Sie mehr Energie und sind morgens erholter und frischer.

Zone 1. Zehen, Zone 2. Unterschenkel, Zone 3. Knie, Zone 4. Oberschenkel, Zone 5. Bauch, Zone 6. Brust, Zone 7. Kopf
Zonenaufbau für Bauchschläfer

Wichtig zu wissen ist: Die meisten Menschen sind Seitenschläfer. Das heißt, im Möbelhaus finden Sie oft nur Matratzen, die eher für diese Schlaftypen geeignet sind. Eine so genannte „7-Zonen-Matratze“ beinhaltet ausschließlich Zonen für Seitenschläfer. Die Unterschiede im Zonenaufbau einer Matratze für Seiten- oder Bauchschläfer sind jedoch groß.

Im Bild sehen Sie den Matratzenkern aus Kaltschaum für Bauchschläfer in mittlerer Härte. Rechts ist der Kopfbereich und links das Fußende. Jede Farbe der 20 einzelnen Zonen hat eine andere Härte. Gelb ist sehr hart, lila ist hart, dunkelgrau ist weich und hellgrau ist der weichste Liegezone.

Als Bauschläfer kommt es oft zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, da die Bandscheiben auch bei vielen vermeintlich orthopädischen Matratzen nicht ausreichend Entlastung finden. Um die Wirbelsäule bestmöglich zu entlasten, sollten die Zonen im Becken und Bauch mehr Unterstützung bieten. Das heißt, sie sollten etwas härter sein. Eine weiche Liegezone in der Hüfte, wie bei vielen herkömmlichen Matratzen, sorgt in der Bauchlage oft nicht für den gewünschten Erholungseffekt.

Sie sehen eine Matratzen für Bauchschläfer. Durch die weiche Kniezone kann sich der untere Rücken besser entspannen.
Warum haben Bauchschläfer oft Rückenschmerzen?

Weiche Liegeeigenschaften bei den Oberschenkel und sehr weiche im Bereich der Knie sorgen für einen leichten Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel. Diese Zonen entspannen die Bandscheiben der Lendenwirbel. Es ist die wichtigste Maßnahme, welche Sie als Bauchschläfer beachten sollten. Leider werden bei vielen herkömmlichen Matratzen diese Liegezonen nicht berücksichtigt. Häufig kommt es zu Schmerzen im unteren Rücken, da die Oberschenkel zu hart gebettet sind.

Der Effekt der Lendenentspannung ist auch mit dem Lattenrost erzielbar. Wenn möglich, können Sie die Bereiche der Oberschenkel und der Knie weicher einstellen, die Zonen im Becken und Bauchbereich jedoch eher härter. Auch das Entfernen einzelner Latten in der Kniezone ist bei Bauchschläfern möglich.

Der Bauchschläfer weiß oft nicht, wohin mit den Zehenspitzen, weshalb er die Zehen häufig über die Matratze stehen lässt. Um keine kalten Füße zu bekommen, sollten Sie eine sehr weiche Zone für die Zehen berücksichtigen. Auch in diesem Fall können Sie die letzten Latten Ihres Lattenrosts entfernen. Eine kleine Änderung in der Schlafunterlage mit großem Effekt auf den Liegekomfort.

Die Meinung des Orthopäden und des Physiotherapeuten zum Thema „Orthopädische Matratzen, Rückenschmerzen und Bauchschlaf“

Die Wirbelsäule ist in sich verdreht. Am stärksten wirkt sich diese Drehung im Nacken aus, da der Kopf in der Bauchlage seitlich liegt. Dies ist eine für Orthopäden und Physiotherapeuten äußerst schlechte Position. Es wird daher eine alternative Lage empfohlen. Zum Beispiel die Rückenlage, da diese Lage am gesündesten sein soll.

 Jedoch ist das einfacher gesagt, als getan. Der jahrelang antrainierte und kuschelige Bauchschlaf soll plötzlich zwanghaft zum verhassten Rückenschlaf werden? Eine Umstellung, welche nur die Wenigsten meistern, da man morgens oft wieder in der gewohnten Bauchlage aufwacht. Der Kult des „Ich passe meinen Körper an, um gesünder zu leben“ kennt keine Grenzen. Auch im Pyjama am Bauch eingenähte Tennisbälle zwingen den Schläfer Position zu halten. Oft ohne Erfolg.

Sie sollten eventuell darüber nachdenken, auf eine orthopädische Matratze speziell für Bauschläfer zu wechseln, anstatt als ungeübter Rücken- oder Seitenschläfer an Rückenschmerzen zu leiden. Im Fokus sollte die Erholung stehen.


Die beste Matratze: Tipps für Rückenschläfer

Die Lordose (Krümmung der Wirbelsäule im Lendenbereich) und das Becken sind die wichtigsten Zonen für Rückenschläfer. Der richtige Aufbau Ihrer Matratze sorgt für einen erholsamen und ruhigen Schlaf.

Sie entspannen sich am besten in der Rückenlage und schlafen auch gerne in dieser Position ein? Dann sind Sie ein Rückenschläfer. Als Rückenschläfer verbringen Sie die meiste Zeit Ihres Schlafes am Rücken, auch wenn Sie sich öfter in eine andere Schlafposition begeben. Das Drehen in die Seiten- oder Bauchlage ist eine natürliche Reaktion Ihres Körpers. Sobald eine Liegeposition zu viel Druck verursacht und die Entspannung des Körpers nicht mehr gegeben ist, begeben Sie sich in eine alternative Lage. Wie oft Sie sich im Schlaf drehen, ist unter anderem auch von Ihrer Matratze abhängig.

Ist Ihre bisherige Matratze nicht für Rückenschläfer geeignet oder ist diese bereits durchgelegen, so bewegen Sie sich öfter in eine andere Schlafposition. Die Folgen können Rückenschmerzen und wenig Erholung sein. Wird eine für Sie gute Matratze durch unterschiedliche Zonen auf Ihren Körper und Ihre Schlafgewohnheiten abgestimmt, dreht sich Ihr Körper bedeutend weniger in andere Positionen. Durch einen ruhigeren und tieferen Schlaf, kann Ihr Körper besser regenerieren und sich erholen.

Im Bild wird der Zonenaufbau für Rückenschläfer gezeigt
Zonenaufbau für Rückenschläfer

Da sehr viele herkömmliche Matratzen im Zonenaufbau eher für Seitenschläfer geeignet sind, kommt es als Rückenschläfer oft zu Schmerzen in den unteren Lendenwirbel. Die Verwendung einer normalen 7-Zonen-Matratze als Rückenschläfer ist daher nicht ratsam.

Im Bild sehen Sie den Matratzenkern aus Kaltschaum. Rechts ist das Kopfteil und links ist das Fußende. Der Härtegrad befindet sich im mittleren Bereich. Jede Farbe der einzelnen Zonen hat einen anderen Härtegrad. Gelb ist der härteste Kaltschaum. Lila ist eher hart. Danach kommt der Dunkelgraue und der weichste Kaltschaum ist hellgrau. Diese Matratze ist passend für Rückenschläfer eingestellt.

Matratzen mit 7-Liegezonen sind für Rückenschläfer nur bedingt geeignet. Viele Rückenschläfer klagen über Schmerzen im unteren Rücken. Diese Rückenschmerzen machen sich oft am Morgen bemerkbar. Grund dafür ist ein zu weiches Becken, welches bei 7-Zonen-Matratzen gewollt ist. Ein – im Vergleich zum Oberkörper – härteres Becken entlastet jedoch die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule. Durch eine höhere Lage ab den Oberschenkeln entlasten Sie Ihre Lendenwirbelsäule noch besser. Außerdem fördern Sie die Durchblutung in der Rückenlage.

Im Bild wird der Verlauf der Wirbelsäule bei Rückenlage gezeigt
Rückenschmerzen als Rückenschläfer durch richtigen Zonenaufbau vermeiden.

Als Rückenschläfer sollten Sie ein eher niedriges Kissen verwenden. Die passende Kissenhöhe sollten Sie durch ein höhenanpassbares Kissen genau auf Ihre Bedürfnisse einstellen. Ein zu hohes Kissen kann Schmerzen in der Halswirbelsäule verursachen. Die zu Ihnen passende Höhe finden Sie am besten durch ein mehrtägiges Testen heraus. Verändern Sie dabei das Kissen in seiner Höhe und vergleichen Sie Ihre Schlafqualität durch die neuen Einstellungen.

Oft lässt sich der Lattenrost in der Härte einstellen. Je nach Einstellungsmöglichkeiten, sollten Sie die Zonen im Becken, Oberschenkel und Unterschenkel so hart wie möglich einstellen. Sollte Ihre Matratze jedoch schon durchgelegen sein, wird auch die Einstellung des Lattenrostes nur wenig Verbesserung schaffen.


Härtegrad Matratze bei Rückenschmerzen

HART, MITTEL oder WEICH? Wie finde ich den richtigen Härtegrad bei orthopädischen Matratzen oder 7-Zonen-Matratzen? Sind Rückenschmerzen der Grund eines falschen Härtegrads?

Der passende Härtegrad ist grundsätzliche vom Körpergewicht abhängig. Trotzdem bevorzugen manche lieber hart, andere eher weich und die meisten entscheiden sich für ein Mittelmaß. Für Menschen mit Übergewicht ist eine festere Matratze zu empfehlen. Das höhere Gewicht wird durch die Härte besser aufgenommen und der Körper wird leichter entlastet. Bei Untergewicht wird sich eine weichere Matratze gut an Ihre Körperform anpassen. Je nach Gewicht presst sich der Kaltschaum mehr oder weniger weit zusammen. Der Körper soll dabei nicht durchhängen oder wie auf einem Brett keine Entlastung finden. Mit dem für Sie passenden Härtegrad können Sie eine entscheidende Verbesserung eventuell bestehender Rückenschmerzen erzielen, auch ohne einer orthopädischen Matratze.

Vergleichen Sie Körpergröße und Gewicht und finden Sie den richtigen Härtegrad für Ihre Matratze.
Härtegrad Index für Matratzen

Anhand einer Testperson wird der Effekt des Härtegrads sowie der Schulterzone verdeutlicht.

Unsere Testperson ist männlich und bevorzugt die Seitenlage. Sie hat eine Körpergröße von 180 cm und ein Gewicht von 78 kg, verhältnismäßig breite Schultern und eine für Männer normal breite Hüfte.

Um in der Seitenlage während der Nacht ausreichend entspannen zu können, versuchen wir die Wirbelsäule unserer Testperson möglichst horizontal zu lagern. Nur so können die einzelnen Bandscheiben ausreichend Erholung finden und Schmerzen im Rücken oder morgendlichen Verspannungen wird entgegengewirkt. Die nachfolgenden Bilder zeigen die genaue Veränderung der Wirbelsäule in der Seitenlage.

Der druck durch das hohe Kissen wird zu hoch. Die Wirbelsäule steigt stark nach oben. Der Körper findet keine Entlastung.
Weiche Matratze mit hohem Gesundheitskissen

Weiche Matratze mit hohem Kissen

Eine weiche Matratze ohne Zonen mit etwas höherem Kopfkissen ist die erste Variante auf der Suche nach dem richtigen Härtegrad bei Matratzen. Bei einer weichen Matratze ohne Zonen wird der Kaltschaum an schweren Körperpartien stark komprimiert. Das heißt: Becken, Bauch, Brustkorb und Schulter sinken weit in die Matratze ein. Die Folge ist eine „U-Form“ der Wirbelsäule (Siehe Bild „weiche Matratze + hohes Kopfkissen) und die Testperson würde eine Nacht auf dieser Matratze wohl kaum ohne Schmerzen überstehen. Selbst ein paar Minuten Aufenthalt erwecken hier keine schönen Träume.

Die Lendenwirbel fallen nach unten und das viel zu hohe Kissen verstärkt die „U-Form“ noch weiter. Im Nacken, in den Lendenwirbeln und in den Brustwirbeln kommt es mit diesem Zonenaufbau am häufigsten zu spürbaren Schmerzen. Die Folgen sind gröbere Verspannungen über den gesamten Rückenbereich. Das Gewicht unserer Testperson ist für diese Variante schlichtweg zu hoch. Außerdem kann die Schulter durch die fehlende Schulterzone keinen Raum finden.

Die Brustwirbelsäule macht einen Bogen. Es fehlt die Schulterzone und ein ausreichend hohes Kissen.
Weiche Matratze mit niedrigen Gesundheitskissen

Die weiche Matratze mit niedrigem Kissen

Die Verringerung der Kissenhöhe verbessert den Liegekomfort nicht. Die Kurve der Wirbelsäule spricht für sich (siehe Bild „weiche Matratze + niedriges Kopfkissen“). Ähnliche Kurven entstehen auch bei einer durchgelegenen Unterlage. Der Kaltschaum gibt bei einer alten Matratze immer an den schwersten Körperstellen nach und leistet somit keine Unterstützung mehr. Anhaltende Rückenschmerzen sollte der letzte Hinweis zum Tausch Ihrer alten Matratze sein.

Sie sehen eine harte Matratze mit hohem Kissen. Durch den verlauf der Wirbelsäule kann es zu Rückenschmerzen in der Brustwirbelsäule und im Nacken kommen.
Harte Matratze mit hohem Kissen.

Harte Matratze mit hohem Kissen

Im Vergleich dazu steht die harte Version ohne Schulterzone. Durch den durchgehend harten Aufbau der Matratze kann die Schulter kaum einsinken. Die unnachgiebige Kaltschaummatratze hindert auch eine schwere Schulter daran. Es kommt zu einem Bogen in der Brustwirbelsäule (siehe Bild „harte Matratze + hohes Kopfkissen“). Der Kopf unserer Testperson würde ohne dem hohen Kissen keine Unterstützung finden.

Der harte Aufbau begünstigt den Druck in der Hüfte und in der Schulter. Häufig klagen Personen mit zu harten Matratzen darüber, dass Schulter oder Arm im Schlaf taub werden. Außerdem kann es zu einer schmerzenden Hüfte während der Nacht kommen. Ein klares Zeichen für übertriebene Härte. Auch an den rot markierten Stellen kann es zu Problemen im Rücken kommen.

Die Wirbelsäule verläuft sehr schlecht. Für unsere Testperson ist dieser Aufbau schlecht.
Harte Matratze mit niedrigem Kopfkissen

Die harte Matratze mit niedrigem Kissen

Ein niedrigeres Kissen ist in der Kombination mit einer harten Kaltschaummatratze eine Herausforderung für den Nacken. Unsere Testperson würde schnell die Liegeposition wechseln, um heftigeren Verspannungen zu entgehen.

Sie sehen eine harte Matratze mit hohem Kissen. Die Wirbelsäule verläuft gut, jedoch kommt es zu einem leichten Knick im Bereich der Brustwirbelsäule
Harte Matratze mit Schulterzone im einem hohen Kissen

Harte Matratze mit weicher Schulterzone und hohem Kissen

Die harte Matratze mit etwas weicherem Nacken-Schulter-Bereich ist ein in Schlafzimmern häufig vorkommender Matratzentyp. Die harte Unterlage ist für viele Menschen die bevorzugte Matratzenwahl. Bei Übergewicht kann diese Matratze auch die richtige Wahl sein. Ist das Körpergewicht jedoch zu gering, wird der Kaltschaum zu wenig komprimiert und es kommt auch mit einer weichen Schulterzone zu einem Anstieg der Wirbelsäule ab der Brust.

Dieser Anstieg muss mit einem höheren Kopfkissen unterstützt werden. Die Lage unserer Testperson ist besser als bei den beiden vorherigen Varianten. Durch den harten Aufbau kann es jedoch zu den vorher beschrieben Problemen (einschlafende Arme oder Schmerzen in der Hüfte) kommen. Dieser Matratzentyp ist für unsere Testperson eindeutig zu hart.

Zu sehen ist eine harte Matratze. Unsere Testperson verwendet ein niedriges Kissen. Die Halswirbelsäule bekommt durch das niedrige Kissen einen Knick. Es kommt heufig zu Schmerzen in der Halswirbelsäule.
Harte Matratze mit Schulterzone und niedrigem Kopfkissen
Zu sehen ist ein harte Zonenaufbau in der Matratze. Unsere Testperson ist zu leicht um den harten Schaum auszunutzen.
Harte Matratze mit mittelhohem Kissen.

Die harte Matratze mit niedrigem Kissen und weicher Schulterzone

Auch in diesem Fall wirkt das niedrigere Kissen negativ auf unsere Testperson. Es verschlechtert sich dabei die Haltung des Rückens. Am meisten leidet der Nacken. Ein etwas höheres Kopfkissen bietet schon ein anschaulicheres Ergebnis. Es lässt sich erkennen, dass die richtige Kissenhöhe eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit der Matratze hat. Nackenschmerzen sind immer ein guter Hinweis dafür, ob das verwendete Kissen zu hoch oder zu niedrig ist. Die Anschaffung eines in der Höhe anpassbaren Kissens ist ratsam.

Die härte der Matratze passt sich dem Körper gut an. Das Kissen ist jedoch zu hoch. Es kommt zu einem leichten Anstieg der Wirbelsäule
Mittelharte Matratze mit hohem Kissen

Mittelharte Matratze mit ausgeprägter Schulterzone und hohem Kopfkissen

Leider gibt es keine Normen für mittlere, weiche oder harte Matratzen. Die Bezeichnungen zum Härtegrad bei Matratzen (H1, H2, H3 oder H4) können von jedem Hersteller beliebig verwendet werden. Eine grobe Einteilung kann eine Hilfestellung bieten: Harte Matratzen sind besser für übergewichtige Personen geeignet, weiche Matratzen für untergewichtige Personen. Für die meisten Menschen, so auch für unsere Testperson, eignet sich der mittelharte Härtegrad bei Matratzen am besten.

Der Körper wird gut aufgenommen und der Kaltschaum gibt ausreichend nach. Die Schulterzone sorgt für ausreichend Einsinktiefe und der Brustkorb ist etwas weicher gebettet. Jedoch ist im Bereich des Nackens ein klarer Anstieg der Halswirbel erkennbar. Das verwendete Kissen ist für diese Matratze etwas zu hoch.

Mittelharte Matratze mit niedrigem Kissen

Die mittelharte Matratze mit niedrigem Kissen und Schulterzone

Das niedrigere Kopfkissen passt sich besser dem Verlauf der Wirbel an. Auch die Matratze passt sich der Körperform an, indem sie den Bauch- und Beckenbereich unterstützt und in der Schulterzone ausreichend nachgibt. Durch das niedrigere Kissen wird der Unterschied zwischen Schulter und Hals optimal überbrückt. Die Wirbelsäule wird beispielhaft entlastet und bietet ausreichend Erholung für die Bandscheiben. Einem guten Schlaf ohne Rückenschmerzen steht nichts mehr im Wege.


Eigenschaften von guten Kaltschaummatratzen

Im Bild ist ein Detail von Kaltschaum zu sehen. Er ist offenporig und sorgt für guten Luftaustausch
Offenporiger Kaltschaum für guten Luftaustausch

Atmungsaktiver Kaltschaum

Die Eigenschaften von Kaltschaum eignen sich hervorragend für die Herstellung guter Matratzen. Bezüglich des Komforts bieten Kaltschaummatratzen eine hohe Punktelastizität und unterstützt daher Ihren Körper in jeder Liegeposition. Die offenporige Struktur des Kaltschaumes hat positive Auswirkung auf die Klimaregulation und den Austausch von Feuchtigkeit: Die Poren nehmen Wärme und Feuchtigkeit auf und leiten diese weiter. Orthopädische Kaltschaummatratzen sind im Vergleich zu Naturlatex oder viscoelastischem Schaum (Memory-Schaum) atmungsaktiver und sorgen so für eine ausgezeichnete Klimaregulation und erholsame Nächte ohne zu schwitzen..

Speiseplan von Milben: Natürliches Gewebe, Hautschuppen und Haare. (pixabay)

Kaltschaummatratzen sind besser für Allergiker

Hausstaubmilben und Schimmel können in allen Matratzen vorkommen. Jedoch hat das Material der Matratze einen starken Einfluss auf etwaigen Milbenbefall oder Schimmel. Je höher der Anteil von tierischem Eiweiß – wie beispielsweise bei Rosshaar oder Schafwolle – desto wahrscheinlicher ist die Bildung von Milben. Weniger atmungsaktive Materialien, wie etwa Latex, können bei schlechtem Raumklima ebenso die Bildung von Schimmel begünstigen. Gute Kaltschaummatratzen sind bestens für Allergiker geeignet, da diese kaum Lebensraum für Milben oder Schimmel bieten.

Trotzdem sollten Sie Bezug und Bettwäsche regelmäßig waschen und Ihr Schlafzimmer gut lüften. Ein Lattenrost sorgt für eine gute Durchlüftung bei allen Matratzentypen und leitet Feuchtigkeit ab. Der Bereich unter Ihrem Bett sollte nicht als Stauraum genützt werden, da dies die Luftzirkulation einschränkt.

Stauchhärte von Kaltschaum

Für die Bestimmung des Härtegrads, unabhängig vom Kaltschaum, gibt es bei Matratzen keine bestimmten Normen. So können als „hart“ oder „weich“ deklarierte Matratzen (H1, H2, H3 oder H4) eines Herstellers von denen eines anderen Herstellers abweichen. Die Härte von Kaltschaum wird als Stauchhärte bezeichnet. Die Stauchhärte gibt Auskunft darüber, mit wie viel Druck auf den Kaltschaum eingewirkt werden muss, um diesen auf eine bestimmte Höhe zusammenzudrücken.

Da viele Matratzen aus mehreren Schichten oder Zonen bestehen, kann der Wert (in Kilopascal „kPa“ gemessen) keine exakte Aussage zum Härtegrad liefern. Als grundsätzlicher Richtwert gilt: eine Stauchhärte von 20 kPa ist sehr weich, eine Stauchhärte von 60 kPa hingegen ist sehr hart.

Matratzentest
Langzeittest von Matratzen nach ISO Norm

Raumgewicht einer guten Kaltschaummatratze

Beim Kauf einer orthopädischen Kaltschaummatratze sollten Sie auf das Raumgewichtachten. Das Raumgewicht gibt Auskunft, wie schwer der Kaltschaum pro Kubikmeter ist. Unter Berücksichtigung der Matratzenstärke gilt das Raumgewicht unter anderem als Kennwert für die Qualität der Matratze. Je höher das Gewicht, desto formstabiler und langlebiger ist Ihr Produkt.

Das Raumgewicht trifft keine Aussage über die Stauchhärte der Matratze. Somit kann eine gute Matratze mit hohem Gewicht sowohl weich als auch hart sein. Am Matratzenmarkt finden Sie unterschiedliche Qualitätsstufen, deren Preise stark variieren. Die Einstiegsmodelle beginnen bei einem Raumgewicht von 20 kg/m³, hochpreisige oder orthopädische Matratzen verfügen über ein Raumgewicht von bus zu 55 kg/m³.


Kopfkissen
Ergonomisches Gesundheitskissen

Kissen: Nackenschmerzen bei falschem Kopfkissen

Wenn Nackenschmerzen Ihren Schlaf beeinträchtigen, liegt das Problem häufig beim verwendeten Kissen. Die Suche nach dem passenden Kopfkissen wird jedoch oft zur Herausforderung. Unterschiedliche Formen, Materialien und Höhen werden angeboten. Es wird oft von ergonomischen Kopfkissen oder Gesundheitskissen  gesprochen. Nicht selten stapeln sich unzählige Varianten verschiedener Kissen im Schlafzimmer schmerzgeplagter Menschen. Und kein noch so teures „Gesundheitskissen“ erzielt die erhoffte Entspannung.

Wieso kommt es zu morgendlichen Nackenschmerzen auch bei ergonomischen Kissen oder Gesundheitskissen?

Der Grund für Nackenschmerzen kann unterschiedliche Ursachen haben. Es sollte der gesamte Lebensstil betrachtet werden. Beruflich bedingtes Sitzen im Büro oder im Auto, Übergewicht, zu wenig Sport oder zu viel Stress sind nur einige Faktoren, welche zu Problemen im Nacken oder der gesamten Wirbelsäule führen können. Nicht immer sind die orthopädische Matratze oder das ergonomische Gesundheitskissen schuld daran. Spüren Sie Ihren Nacken jedoch häufig am Morgen oder schon während der Nacht, sollten Sie auch Ihr verwendetes Kissen überprüfen.

Um Ihren Nacken zu entspannen, sollte Ihre Wirbelsäule zu gut wie möglich entlastet werden. Nur so können die einzelnen Bandscheiben ausreichend Erholung finden. Den größten Einfluss auf Ihre Wirbelsäule im Bereich des Nackens hat die Kissenhöhe sowie die verwendete Matratze, egal ob bei Rücken-, Bauch-, oder Seitenschläfern.

Gesundheitskissen werden in unterschiedlichen Materialien angeboten. Die Palette reicht von Kaltschaum, Viscoschaum (Memory-Schaum), Naturlatex bis hin zu Daunenfedern. Jedoch ist nicht die Materialität des Kissens die entscheidende Eigenschaft, sondern seine Höhe.

Richtiges Kissen für Seitenschläfer

Sind Sie Seitenschläfer, so geben Sie auf eine möglichst gerade Wirbelsäule acht. Ein zu hohes oder zu niedriges Kissen kann einen Knick in der Halswirbelsäule verursachen. Egal ob dieser Knick nach oben oder nach unten geht, er wird zum Auslöser Ihrer Nacken- oder Rückenschmerzen, da die Bandscheiben an einzelnen Wirbeln stark komprimiert werden.

Achten Sie auch auf Ihre verwendete Matratze. Sinkt Ihre Schulter gut in die Matratze ein, wird sich das auf die Höhe Ihres Kissens auswirken. Je weiter die Schulter einsinken kann, umso weniger Hoch muss Ihr Kissen sein. Matratzen, welche der Schulter weniger Einsinken ermöglichen, müssen meist mit einem hohen Kissen kombiniert werden. In diesem Fall kommt es häufig zu einem Bogen in der Brustwirbelsäule oder zu einem höheren Druck im Bereich der Schulter. Es kann zu Schmerzen in diesen Zonen kommen. Die Wirbelsäule wird angehoben und dadurch auch der Nacken belastet. Im optimalen Fall gibt die der Nacken-Schulter-Bereich Ihrer Matratze ausreichend nach und Ihre Kissenhöhe beträgt zwischen 2-5 cm statt 8-15 cm.

Kopfkissen ist durch Einlagen in der Höhe anpassbar
Höhenanpassbares Kissen

Das richtige Kissen für Rückenschläfer

Betrachten Sie auch als Rückenschläfer das Kopfkissen in Kombination mit Ihrer Matratze. Die exakte Höhe lässt sich daher schwer bestimmen. Ein in der Höhe anpassbares Kissen ist sehr zu empfehlen. Ein Unterschied von 1,5 cm kann die entscheidende Auswirkung auf Ihren Schlaf haben. 

Als Rückenschläfer sollte der natürliche Verlauf Ihrer Wirbelsäule berücksichtigt werden. In den meisten Fällen empfiehlt sich daher ein niedriges Kissen (1-3 cm Höhe). Testen Sie die unterschiedlichen Höhen Ihres Kopfkissens daher immer mehrere Nächte lang, da Ihr Körper oft etwas Zeit braucht, um sich an eine neue Höhe zu gewöhnen.

Richtiges Kissen für Bauchschläfer

Als Bauchschläfer wird die Wirbelsäule durch die seitliche Lage des Kopfes verdreht. Sollten Sie als Bauchschläfer an Nackenschmerzen leiden, kann das von dieser Drehung verursacht worden sein. Auch wenn es nicht leicht ist, empfiehlt sich in diesem Fall eine Umgewöhnung zum Rücken- oder Seitenschläfer. Grundsätzlich sollte ein Bauchschläfer entweder kein Kissen oder nur ein sehr niedriges Kissen von 1-3 cm Höhe verwenden.

Manche Matratzen mit ausgeprägter Schulterzone zwingen die schlafende Person auch mit der Brust auf dem Kopfkissen zu liegen. Die Wirbelsäule wird durch diese Maßnahme im unteren Rücken besser entlastet. Wenn Sie mit dem Oberkörper auf dem Kissen schlafen, ist die bestehende Matratze nicht optimal für einen Bauchschläfer.


Lattenrost einstellen

Der Lattenrost ist die Unterfederung Ihrer Matratze und somit ein Teil Ihres Schlafsystems. Er hat zwei wichtige Funktionen: Zum einen sorgt er für ausreichend Luftzirkulation und Belüftung, zum anderen kann der Lattenrost die Zonen Ihrer verwendeten Matratze unterstützen. Diese Wirkung ist abhängig von der verwendeten Matratze.

Der Lattenrost kann meist durch Schieber in der Härte verändert werden.
Lattenstost

Tellersytem und Lattenrost einstellen

Es wird beim Lattenrost zwischen zwei Systemen unterschieden: Mit Schiebern wird der herkömmliche Lattenrost in der Härte verändert. So können einzelne Zonen über die jeweilige Latte eingestellt werden. Andererseits gibt es Tellersysteme. Diese lassen sich meist durch Austausch von Tellern in der Härte verstellen. Leider sind die Möglichkeiten zur Einstellung bei vielen Systemen begrenzt. Durch Einlagen zwischen dem Lattenrost und der Matratze können Sie noch etwas genauer auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Mit einer Decke können Sie bestimmte Bereiche verstärken. Durch den Ausbau einer Latte machen Sie eine Zone weicher.

Checkliste: Vor der Einstellung des Lattenrosts

Bevor Sie mit der Einstellung Ihres Lattenrosts beginnen, sollten Sie noch die folgenden Punkte bedenken:

Höhe der Matratze:

Die Spürbarkeit Ihres Lattenrostes verringert sich, je höher Ihre Matratze ist. Bei hohen Matratzen über 18 cm wird der Rost, egal ob Teller oder Latten, kaum noch spürbar sein.

Zonen in der Matratze:

Berücksichtigen Sie die Zonen in Ihrer Matratze. Eine starke Ausprägung erfordert besonderes Geschick bei der Einstellung. Der Zonenaufbau der meisten herkömmlichen Matratzen ist für Seitenschläfer konstruiert. Das heißt, die Matratze besteht in der Regel aus einer Schulterzone, eine Taillenzone und eine Beckenzone.
Typischer Aufbau einer 7-Zonen-Matratze oder orthopädischen Matratze:

Die Körpermaße:

Die Körpergröße bestimmt die Lage einzelner Zonen. Stellen Sie Ihren Lattenrost nach Ihrer Körpergröße ein. Auch der Schlaftyp entscheidet und verändert grundlegende Einstellungen.

Anleitung: Lattenrost einstellen für Seitenschläfer

Durch den Raster können Sie Ihren Lattenrost einstellen. Der Rost wird in 10 cm Teilstücke getrennt.
Raster – Lattenrost

Im Bild wird der Lattenrost in 10 cm Stücke unterteilt. Übertragen Sie die vorgeschlagenen Zonen so gut wie möglich auf Ihren eigenen Lattenrost. Links befinden sich das Fußteil und rechts das Kopfteil. Das Bild „< 1,75“ zeigt den Zonenaufbau für Personen unter 175 cm. Im Bild „> 1,75“ wird der Aufbau für Personen über 175 cm gezeigt. Sollten Sie den Schlaf weiter oben oder unten am Bett bevorzugen, können Sie die Zonen natürlich anpassen. Beachten Sie jedoch die vorgegebenen Zonen Ihrer verwendeten Matratze.

Lattenrost für Personen unter 1,75 cm Körpergröße
> 1,75 m
Für Personen über 1,75 cm Körpergröße
< 1,75 m

Beginnen Sie beim Einstellen Ihres Lattenrosts mit der Schulterzone. Je nach Umfang Ihrer Schulter wird ein etwas weicherer Schulterbereich einen entlastenden Effekt auf Ihren Schlaf haben. Vorsicht beim Entfernen einzelner Latten in der Schulterzone. Extreme Einstellungen im Oberkörper bewirken meist das Gegenteil. Achten Sie auch darauf, ob Ihr Lattenrost bereits eine vorgegebene Schulterzone hat.

Etwas härter als die Schulter kann der Brustkorb verlaufen. Unabhängig vom Umfang sollte Ihre Taille Unterstützung bieten. Stellen Sie diesen Bereich möglichst hart ein. Auf Ihre Wirbelsäule wirkt eine weiche Taille wie eine durchgelegene Matratze.

Abhängig vom Umfang Ihres Beckens ist die Hüftzone. Breitere Becken können etwas weicher gebettet werden. Eine schmale Hüfte kann hart eingestellt werden. Der Unterschied zwischen Taille und Becken sollte im Härtegrad nicht zu groß sein. Wenn Sie teilweise auch am Rücken schlafen, sollte die Hüfte auf jeden Fall hart eingestellt werden.

Kombination aus Seitenlage und Rückenlage
Kombination Seiten- und Rückenlage

Die Beine haben in der Seitenlage nur wenig Bedeutung. Bei gelegentlichem Rückenschlaf können die Oberschenkel und Unterschenkel hart eingestellt werden. Eine dünne Decke kann diesen Bereich noch weiter verstärken. Durch das Anheben der Beine entlasten Sie den unteren Rücken. Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule können stark reduziert werden oder sogar völlig verschwinden.

Kombination für Seitenschläfer und Bauchschläfer
Kombination aus Seiten- und Bauchlage

Sollten Sie, statt am Rücken, gelegentlich am Bauch liegen, schafft eine weiche Zone im Bereich der Knie Entlastung. Eventuell können Sie einen Verlauf bzgl. der Härte, beginnend vom Oberschenkel bis zum Ende des Knies, weicher machen. Die Knie müssen jedoch am weichsten sein. Für diese Zone bietet sich der Ausbau einer Latte an.

Anleitung: Lattenrost einstellen für Bauchschläfer

Bestimmen Sie als Bauchschläfer die Zonen nach ihrer Körpergröße. Bei Menschen mit einer Körpergröße bis 167 cm teilen sich die Zonen wie im Bild auf. Bei Personen über 167 cm verschieben sich die Zonen leicht. Sollten Sie etwas weiter oben oder unten am Bett schlafen, müssen Sie die Zonen um den gewünschten Abstand verschieben.

> 1,67
Aufbau für Personen über 169
< 1,67

Stellen sie zuerst den Oberkörper so hart wie möglich ein. Gerne können Sie die Latten im Bereich der Brust etwas weich stellen.

Rückenschmerzen als Bauchschläfer
Vermeigen Sie Rückenschmerzen

Ab den Oberschenkeln darf der Lattenrost stufenweise weicher werden. Die weichste Stelle sollte im Kniebereich sein. Oft lassen sich Zonen ab der Hüfte bei handelsüblichen Lattenrosten nicht mehr einstellen. Sie können daher die Latten im Kniebereich entfernen. Der nun erzeugte Unterschied zwischen hartem Oberkörper und weichen Oberschenkeln sorgt für einen leichten Winkel in der Hüfte. Der untere Rücken kann sich dadurch besser entspannen. Häufig klagen Bauchschläfer über Schmerzen oder Verspannungen in genau diesem Bereich. Die Unterschenkel können wieder etwas härter eingestellt werden. Viele Bauchschläfer drücken ihre Zehen gerne tief in die Matratze. Dieser Effekt wird durch das Entfernen von Latten im Bereich der Zehenspitzen verstärkt.

Überprüfung der neuen Einstellungen im Lattenrost

Abhängig von der Matratze werden sich Ihre Einstellungen mehr oder weniger stark auf Ihren Schlaf auswirken. Eine neue Einstellung sollte immer mehrere Nächte ausprobiert werden. Am besten testen Sie zwischen sieben und zehn Nächte lang dieselbe Einstellung. Möglicherweise muss sich Ihr Körper an das neue Gefühl erst gewöhnen. Kurz gesagt, geben Sie sich diese Zeit.

Viele Lattenrostsysteme werden heutzutage überbewertet und sind oft viel zu teuer. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die optimale Verwendung Ihres Lattenrosts Ihre Rückenschmerzen lindern oder Ihren Schlaf verbessern kann. Leider führt in vielen Fällen jedoch kein Weg vorbei an einer neuen, für Sie passenden Matratze.


Gedanken zum Probeliegen von Matratzen

Die Süßigkeiten gibt‘s am Ende des Einkaufs, links und rechts neben dem Förderband an der Kassa. Genau dann, wenn unsere Kinder viel Zeit haben, das Sortiment aufs Genaueste zu studieren. Die Falle schnappt dann zu, wenn ohnehin gestresste Eltern mit bettelnden Blicken konfrontiert werden. Ein lukratives Geschäft für Supermärkte.

Ähnliche Situationen finden wir im Möbelhaus. Nach einem langen Weg, vorbei an den Küchen, den Esstischen und der Büroeinrichtung, kommen wir schließlich zu den Schlafsystemen oder Matratzen. Naturgemäß liegen wir umso besser, je länger wir schon auf den Beinen sind. An einem langen Shoppingtag gibt es nur noch kuschelige Matratzen, ein Schlaraffenland aus weichem Kaltschaum, orthopädischen Matratzen und Federkernen. Eigentlich könnten Sie auf der „Traummatratze“ sofort ein kleines Nickerchen halten.

Die Entscheidung zum Kauf fällt oft schon nach zwei Minuten Probeliegen auf dem vorgeschlagenen Schlafsystem, in erster Linie aber aus dem Bauch heraus. Der Verkäufer wird Sie bei all Ihren Entscheidungen bestärken.

Ob Ihre neue Matratze wirklich zu Ihnen passt, finden Sie immer erst allmählich nach den ersten Nächten heraus. Die Umstellung auf ein neues Produkt kann einige Tage, mitunter aber auch bis zu zwei Wochen dauern. Entscheidend ist, ob die Matratze Ihren Körper an den gewünschten Stellen entlastet. Je genauer und individueller Ihr Berater auf Sie eingeht, desto besser wird die Matratze passen. Achten Sie darauf, ob der Verkäufer Sie nach Ihren Schlafgewohnheiten fragt. „Sind Sie Bauchschläfer, Seitenschläfer oder Rückenschläfer?“, sollte die erste Frage des Beraters sein. Körpergewicht und Körpergröße sind ebenfalls wichtige Faktoren, welche die Wahl zur richtigen Matratze bestimmen und in jeder guten Beratung thematisiert werden sollten.


Eine große Matratze oder zwei Matratzen? – Schlaftipps für Pärchen

Oft stellt sich die Frage, ob man mit dem Partner auf einer oder zwei Matratzen schlafen sollte. Das Gleiche gilt für die Bettdecke. Auf derselben Matratze zu schlafen und eine große Bettdecke zu verwenden klingt vor allem kuscheliger. Jedoch sollten die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden.

Mit Partner immer zwei Matratzen verwenden

Die unbeliebte Besucherritze, welche zwischen zwei Matratzen entsteht, ist oft der Grund, warum sich Paare für eine große Matratze entscheiden. Dies bringt jedoch einige Nachteile mit sich. Zum einen werden Erschütterungen, welche das nächtliche Drehen im Bett verursacht, vom anderen Partner wahrgenommen. Auch wenn Sie dabei nicht gleich aufwachen, verändert dies die Tiefe Ihres Schlafs.

Außerdem haben Paare unterschiedliche Schlafgewohnheiten. Der eine schläft lieber etwas härter, der andere eher weicher. Manche Matratzenhersteller stimmen Ihr Produkt genau auf die Bedürfnisse des Benutzers ab und kommen bei jedem Menschen auf unterschiedliche Matratzen. Dieselbe Matratze zu verwenden ist meist ein Kompromiss für beide.

Um die unbeliebte Besucherritze zwischen den beiden Matratzen verschwinden zu lassen, kann auch ein gemeinsamer Matratzenschoner verwendet werden.

Die Matratze und die Bettdecke sollte immer getrennt sein.
Bett und Schlafsystem als Paar (pixabay)

Die Bettdecke für Zwei

Ähnlich wie bei der durchgehenden Matratze verhält es sich auch bei der übergroßen Bettdecke. Wenn Ihnen der Partner in der Nacht die Decke „entführt“ oder dem einen immer zu heiß ist, während der andere immer friert, ist es Zeit für zwei getrennte Decken. Der Schlaf beider Partner wird sich stark verbessern.

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